Melly1488
27.12.2006, 00:45
SCHOKOLADE
macht glücklich und tut in Maßen gut. © dpa
Bonn (dpa)
Schokolade zählt weiter zu den beliebtesten Süßigkeiten der Deutschen.
Da besonders zur Weihnachtszeit viel Schokolade gekauft, verschenkt und gegessen werde, mache die Produktion in der Vorweihnachtszeit bis zu einem Drittel des Jahresumsatzes aus, sagte der Geschäftsführer für den Bereich Schokolade im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie, Karsten Keunecke, in einem dpa-Gespräch.
Allein die deutsche Bevölkerung verbrauche 11 Prozent der weltweiten Rohstoffernte für Schokolade.
Das sind im Jahr durchschnittlich neun Kilogramm Schokolade pro Kopf.
Etwa 47 Euro geben deutsche Schleckermäuler jährlich dafür aus.
Ihre Rohstoffe importieren deutsche Produzenten laut Keunecke zur Hälfte von der Elfenbeinküste.
Im vergangenen Jahr wurden fast 860 000 Tonnen Schokolade produziert, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Grund für den seit Jahrzehnten steigenden Trend seien neben dem allgemeinen Hang zum Süßen auch positive Erkenntnisse aus der Medizin.
"Schokolade hat heute eine gute Reputation", erklärte Keunecke.
Es sei bewiesen, dass Schokolade glücklich mache.
Denn viele Inhaltsstoffe führten zu einem generell positiven Empfinden unter den Konsumenten.
Die Produktvielfalt der rund 90 in Deutschland tätigen Schokoladenfirmen sei deutlich angestiegen.
"Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt", sagte Keunecke.
Von den Sorten "Grüner Tee", "Pfeffer" und "Chili" bis hin zu "Büffelgras" gebe es ein breites Angebot.
Generell gehe der Trend aber zu der weniger exotischen Sorte Bitter beziehungsweise Zartbitter.
Während früher größtenteils Kinder Schokolade naschten, versüßten sich heute auch Erwachsene den Abend versüßen.
"Ein Stück Schokolade mit einem Glas Rotwein ist etwas ganz Edles."
Quelle:
http://magazine.web.de/de/themen/gesundheit/ernaehrung/kochen-geniessen/3396918.html
Die zarteste Versuchung ...
Schokolade ist nicht nur eine süße Versuchung, die den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen lässt, sie hat auch einen gewissen Nährwert, aber ist eben auch sehr fetthaltig.
Eiweiß, Zucker und verschiedene Mineralstoffe sind die Nährstoffe in der Schokolade.
Sie ist ein guter Eisen- und Magnesiumlieferant und alle Sorten enthalten Kalium.
Und noch etwas bietet die Schokolade: Sie lässt den Serotonin- und Endorphinspiegel im Gehirn ansteigen. Serotonin hilft dem Gehirn, Impulse von Nervenzelle zu Nervenzelle weiter zu geben.
Endorphine sind körpereigene Opiate - also Schmerz- und Rauschmittel, die der Körper selbst herstellt. Durch den Verzehr von Schokolade wird so ein angenehmes Gefühl ausgelöst. Manche fühlen sich richtig glücklich nach dem Genuss von Schokolade.
Also ist Schokolade völlig harmlos?
Muss man nur auf den Fett- und den Zuckergehalt achten?
Oder kann es doch andere gesundheitliche Beeinträchtigungen geben?
Wie viel Schokolade ist denn noch gesund? Wie oft sollte man Schokolade genießen?
Kann man etwa süchtig nach Schokolade werden? (jaaaa :D )
Woher kommt die Schokolade?
Man nennt sie auch "die Speise der Götter" - und das ganz sicher nicht zu Unrecht. Gibt es etwas schöneres als diesen zarten, sahnig-süßen Schmelz, der fast erotisch im Mund zergeht?
Vollmilchig-süß oder zart-bitter, gefüllt oder pur, als feiner Überzug beim Kuchen oder zu edlen Pralinen verarbeitet...
Schokolade gibt es in tausenderlei Varianten. Kaum einer, dem es dabei leicht fällt, "nein" zu sagen.
Schokolade wird aus Kakao gemacht.
Dieser wächst in den Tropen oder Subtropen, vor allem in Afrika und Mittel- oder Südamerika. Die Herkunft bestimmt das Aroma - und bis Kakao zu Schokolade verarbeitet werden kann oder als braunes Pulver in unseren Lebensmittelregalen steht, ist mit den Früchten des Kakaobaumes, des "theobroma cacao" einiges geschehen.
Die Früchte des theobroma cacao reifen das ganze Jahr über - und sehen aus wie kleine, eiförmige Kürbisse. Jede dieser "Schoten" enthält bis zu 30 Samen, die Kakaobohnen, die allerdings bei der Ernte noch weiß sind. Diese "Bohnen" werden dem Sauerstoff der Luft ausgesetzt (Fermentierung), dabei beginnen chemische Prozesse (Oxidation), die durch das Trocknen unter tropischer Sonne gestoppt werden. Erst jetzt haben die Bohnen die typische, braune Farbe.
Aus ihnen wird durch mechanische Prozesse Kakaobutter und Kakaopulver gewonnen - die Grundstoffe für Schokolade.
In streng geheimen Rezepturen und Verfahren wird diese hergestellt - was außer Zucker und eventuell Sahne noch hinein kommt, wird selten verraten. Kakaobutter ist übrigens recht teuer - in billigeren Sorten wird dieser Anteil häufig mit anderen Fetten "gestreckt" - was den Geschmack nicht unbedingt verbessert...
Was ist eigentlich drin in Schokolade?
Prinzipiell ist Schokolade relativ einfach aufgebaut - aus den beiden Bestandteilen Fett und Zucker.
Das begründet ihren hohen Nährwert - in hundert Gramm dieser dunklen Köstlichkeit stecken gleich viele hundert Kalorien.
In geringen Mengen sind schätzungsweise etwa 600 weitere Substanzen in Schokolade enthalten, darunter Theobromin, Coffein oder Tryptophan - eine Aminosäure und Vorstufe des Glückshormones Serotonin.
Wie diese Substanzen im menschlichen Organismus wirken, ist mit wenigen Ausnahmen bis heute kaum untersucht oder bekannt - vor allem, weil manche Stoffe nur in Spuren zu finden sind. Allerdings ranken sich darum allerlei Gerüchte. Manche dieser Substanzen sollen ein "suchterregendes Potenzial" besitzen. Schokolade soll Stoffe enthalten, wie sie auch in Cannabis-Pflanzen enthalten sind. Schokolade soll körpereigene, opiatähnliche Botenstoffe (Endorphine) freisetzen können.
Macht Schokolade glücklich?
Der Gipfel des Schokoladenkonsums liegt im Winter - in der Advents- und Weihnachtszeit.
Und das hat womöglich seinen Grund:
Es ist eine Zeit, in welcher manche Menschen nicht ganz so "glücklich" sind wie im Sommer. Dieses "winterliche Stimmungstief" wird (mit) verursacht durch einen erniedrigten Spiegel des "Glückshormones" Serotonin im Gehirn.
Serotonin wird aus Tryptophan gebildet - wie viel, das bestimmt ein erstaunlicher Steuerungsmechanismus:
Der Serotoninspiegel im Gehirn hängt ab von der Intensität des Lichtes, das in unsere Augen fällt, ebenso von der Dauer der hellen Tagesstunden. Ähnliche Steuerungsvorgänge entscheiden darüber, wann ein Tier seinen Winterschlaf beginnt - eine biologische Uhr, die auch uns Menschen heute noch beeinflusst - selbst wenn es sich nur die wenigsten von uns leisten können, Winterschlaf zu halten... doch für die anderen gibt es ja noch die Schokolade.
Schokolade enthält Tryptophan - allerdings nicht in großen Mengen.
Dennoch ist wahrscheinlich, dass Schokolade tatsächlich den Serotoninspiegel im Gehirn anhebt - und so ein ebenso angenehmes wie mildes "Antidepressivum" in der düsteren Winterzeit darstellen kann.
Das liegt vermutlich an ihrem hohen Zuckergehalt.
Zucker ist der Treibstoff unseres Gehirns - und stimuliert damit auch die Umwandlung von Tryptophan in das "Glückshormon Serotonin".
Schokolade macht also tatsächlich glücklich... kann aber gleichzeitig auch sehr unglücklich machen, wenn sich der "hohe Energiegehalt" in Polstern auf unsere Hüften legt.
macht glücklich und tut in Maßen gut. © dpa
Bonn (dpa)
Schokolade zählt weiter zu den beliebtesten Süßigkeiten der Deutschen.
Da besonders zur Weihnachtszeit viel Schokolade gekauft, verschenkt und gegessen werde, mache die Produktion in der Vorweihnachtszeit bis zu einem Drittel des Jahresumsatzes aus, sagte der Geschäftsführer für den Bereich Schokolade im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie, Karsten Keunecke, in einem dpa-Gespräch.
Allein die deutsche Bevölkerung verbrauche 11 Prozent der weltweiten Rohstoffernte für Schokolade.
Das sind im Jahr durchschnittlich neun Kilogramm Schokolade pro Kopf.
Etwa 47 Euro geben deutsche Schleckermäuler jährlich dafür aus.
Ihre Rohstoffe importieren deutsche Produzenten laut Keunecke zur Hälfte von der Elfenbeinküste.
Im vergangenen Jahr wurden fast 860 000 Tonnen Schokolade produziert, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Grund für den seit Jahrzehnten steigenden Trend seien neben dem allgemeinen Hang zum Süßen auch positive Erkenntnisse aus der Medizin.
"Schokolade hat heute eine gute Reputation", erklärte Keunecke.
Es sei bewiesen, dass Schokolade glücklich mache.
Denn viele Inhaltsstoffe führten zu einem generell positiven Empfinden unter den Konsumenten.
Die Produktvielfalt der rund 90 in Deutschland tätigen Schokoladenfirmen sei deutlich angestiegen.
"Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt", sagte Keunecke.
Von den Sorten "Grüner Tee", "Pfeffer" und "Chili" bis hin zu "Büffelgras" gebe es ein breites Angebot.
Generell gehe der Trend aber zu der weniger exotischen Sorte Bitter beziehungsweise Zartbitter.
Während früher größtenteils Kinder Schokolade naschten, versüßten sich heute auch Erwachsene den Abend versüßen.
"Ein Stück Schokolade mit einem Glas Rotwein ist etwas ganz Edles."
Quelle:
http://magazine.web.de/de/themen/gesundheit/ernaehrung/kochen-geniessen/3396918.html
Die zarteste Versuchung ...
Schokolade ist nicht nur eine süße Versuchung, die den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen lässt, sie hat auch einen gewissen Nährwert, aber ist eben auch sehr fetthaltig.
Eiweiß, Zucker und verschiedene Mineralstoffe sind die Nährstoffe in der Schokolade.
Sie ist ein guter Eisen- und Magnesiumlieferant und alle Sorten enthalten Kalium.
Und noch etwas bietet die Schokolade: Sie lässt den Serotonin- und Endorphinspiegel im Gehirn ansteigen. Serotonin hilft dem Gehirn, Impulse von Nervenzelle zu Nervenzelle weiter zu geben.
Endorphine sind körpereigene Opiate - also Schmerz- und Rauschmittel, die der Körper selbst herstellt. Durch den Verzehr von Schokolade wird so ein angenehmes Gefühl ausgelöst. Manche fühlen sich richtig glücklich nach dem Genuss von Schokolade.
Also ist Schokolade völlig harmlos?
Muss man nur auf den Fett- und den Zuckergehalt achten?
Oder kann es doch andere gesundheitliche Beeinträchtigungen geben?
Wie viel Schokolade ist denn noch gesund? Wie oft sollte man Schokolade genießen?
Kann man etwa süchtig nach Schokolade werden? (jaaaa :D )
Woher kommt die Schokolade?
Man nennt sie auch "die Speise der Götter" - und das ganz sicher nicht zu Unrecht. Gibt es etwas schöneres als diesen zarten, sahnig-süßen Schmelz, der fast erotisch im Mund zergeht?
Vollmilchig-süß oder zart-bitter, gefüllt oder pur, als feiner Überzug beim Kuchen oder zu edlen Pralinen verarbeitet...
Schokolade gibt es in tausenderlei Varianten. Kaum einer, dem es dabei leicht fällt, "nein" zu sagen.
Schokolade wird aus Kakao gemacht.
Dieser wächst in den Tropen oder Subtropen, vor allem in Afrika und Mittel- oder Südamerika. Die Herkunft bestimmt das Aroma - und bis Kakao zu Schokolade verarbeitet werden kann oder als braunes Pulver in unseren Lebensmittelregalen steht, ist mit den Früchten des Kakaobaumes, des "theobroma cacao" einiges geschehen.
Die Früchte des theobroma cacao reifen das ganze Jahr über - und sehen aus wie kleine, eiförmige Kürbisse. Jede dieser "Schoten" enthält bis zu 30 Samen, die Kakaobohnen, die allerdings bei der Ernte noch weiß sind. Diese "Bohnen" werden dem Sauerstoff der Luft ausgesetzt (Fermentierung), dabei beginnen chemische Prozesse (Oxidation), die durch das Trocknen unter tropischer Sonne gestoppt werden. Erst jetzt haben die Bohnen die typische, braune Farbe.
Aus ihnen wird durch mechanische Prozesse Kakaobutter und Kakaopulver gewonnen - die Grundstoffe für Schokolade.
In streng geheimen Rezepturen und Verfahren wird diese hergestellt - was außer Zucker und eventuell Sahne noch hinein kommt, wird selten verraten. Kakaobutter ist übrigens recht teuer - in billigeren Sorten wird dieser Anteil häufig mit anderen Fetten "gestreckt" - was den Geschmack nicht unbedingt verbessert...
Was ist eigentlich drin in Schokolade?
Prinzipiell ist Schokolade relativ einfach aufgebaut - aus den beiden Bestandteilen Fett und Zucker.
Das begründet ihren hohen Nährwert - in hundert Gramm dieser dunklen Köstlichkeit stecken gleich viele hundert Kalorien.
In geringen Mengen sind schätzungsweise etwa 600 weitere Substanzen in Schokolade enthalten, darunter Theobromin, Coffein oder Tryptophan - eine Aminosäure und Vorstufe des Glückshormones Serotonin.
Wie diese Substanzen im menschlichen Organismus wirken, ist mit wenigen Ausnahmen bis heute kaum untersucht oder bekannt - vor allem, weil manche Stoffe nur in Spuren zu finden sind. Allerdings ranken sich darum allerlei Gerüchte. Manche dieser Substanzen sollen ein "suchterregendes Potenzial" besitzen. Schokolade soll Stoffe enthalten, wie sie auch in Cannabis-Pflanzen enthalten sind. Schokolade soll körpereigene, opiatähnliche Botenstoffe (Endorphine) freisetzen können.
Macht Schokolade glücklich?
Der Gipfel des Schokoladenkonsums liegt im Winter - in der Advents- und Weihnachtszeit.
Und das hat womöglich seinen Grund:
Es ist eine Zeit, in welcher manche Menschen nicht ganz so "glücklich" sind wie im Sommer. Dieses "winterliche Stimmungstief" wird (mit) verursacht durch einen erniedrigten Spiegel des "Glückshormones" Serotonin im Gehirn.
Serotonin wird aus Tryptophan gebildet - wie viel, das bestimmt ein erstaunlicher Steuerungsmechanismus:
Der Serotoninspiegel im Gehirn hängt ab von der Intensität des Lichtes, das in unsere Augen fällt, ebenso von der Dauer der hellen Tagesstunden. Ähnliche Steuerungsvorgänge entscheiden darüber, wann ein Tier seinen Winterschlaf beginnt - eine biologische Uhr, die auch uns Menschen heute noch beeinflusst - selbst wenn es sich nur die wenigsten von uns leisten können, Winterschlaf zu halten... doch für die anderen gibt es ja noch die Schokolade.
Schokolade enthält Tryptophan - allerdings nicht in großen Mengen.
Dennoch ist wahrscheinlich, dass Schokolade tatsächlich den Serotoninspiegel im Gehirn anhebt - und so ein ebenso angenehmes wie mildes "Antidepressivum" in der düsteren Winterzeit darstellen kann.
Das liegt vermutlich an ihrem hohen Zuckergehalt.
Zucker ist der Treibstoff unseres Gehirns - und stimuliert damit auch die Umwandlung von Tryptophan in das "Glückshormon Serotonin".
Schokolade macht also tatsächlich glücklich... kann aber gleichzeitig auch sehr unglücklich machen, wenn sich der "hohe Energiegehalt" in Polstern auf unsere Hüften legt.