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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blankgeputzte Erinnerung!


Winternights
22.03.2007, 10:14
"Aber das, worauf es dem Menschen ankommt, wird noch immer so sein wie heute und gestern und wird gültig sein wie vor hundert Sommern. Auch wenn die Menschen auf dem Monde stehen - gilt der Tapfere mehr als der Feige, der Treue mehr als der Falsche, der Wahrhaftige mehr als der Lügner, der Verschwiegene mehr als der Schwätzer und Sorge um den Gefährten mehr als ein kaltes Herz!"
(Verf. unbek.)

Im sächsischen Borna stehen alle Schippen still. Die Gedenkstätte für die deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges fiel einem Baustopp zum Opfer. Die Baugenehmigung wurde entzogen. In Rathenow werden am 19. März 2007 Stolpersteine verlegt.
Kürzlich lief der Film "Die Flucht" im Fernsehen - Szenen der Vertreibung, die so manchen Zuschauer fassungslos machten und doch noch lange nicht das gesamte Ausmaß dessen zeigten, wozu Menschen voller Haß im Blutrausch fähig sind.

Über Jahre beschäftigten sich die Filmemacher in Streifen wie "Schindlers Liste" mit dem Holocaust oder "Stalingrad" und "Der Soldat James Ryan" mit dem Krieg. Diese Filme sind geeignet, ein Kapitel deutscher Geschichte wachzuhalten und eventuell aufkeimende Reste des deutschen Nationalstolzes als wahnsinnige Deutschtümelei eines ewiggestrigen Tätervolkes abzustempeln.
Es ging darum zu zeigen, welche Maßnahmen die Deutschen ergriffen, um andere Volksgruppen oder politische Gegner fernzuhalten. Es ging niemals darum, daß unschuldige Deutsche zu Opfern wurden, egal ob im eigenen Land oder im Ausland, egal ob Soldat oder Zivilist, Frau oder Kind.

Überlebende des Holocaust, kommunistische Widerstandskämpfer und jüdische Hinterbliebene gaben sich in deutschen Schulen die Klinke in die Hand, um ihr Leid unvergessen zu erhalten. Einzig ihr jeweiliges Leid - nicht das Leid aller Kriegsopfer - war der Maßstab. Ganze Schulklassen wurden nach Sachsenhausen und Buchenwald gekarrt, um Eindrücke zu sammeln. Daß beide Lager sofort nach Ende des Zweiten Weltkrieges als NKWD-Lager genutzt wurden, wußten die Schüler nicht. Vielleicht hätten sie sonst wirklich Betroffenheit gezeigt und sich gefragt, wie es denn sein kann, daß die Befreier selbst nicht besser waren als jene, die man Täter nannte!

Der Film "Die Flucht" bringt nicht die ganze grausame Wahrheit ans Licht - aber er bricht das Tabu des Schweigens. Er weckt Erinnerungen bei jenen, die über viele Jahrzehnte keine Worte fanden, weil das Erlebte nicht in Worte zu kleiden war und Trauer, Scham, Schande und Verlust niemals verarbeitet, sondern immer verdrängt wurden. Welche Schuld am zweiten Weltkrieg tragen Menschen, die heute 70 Jahre alt sind und damals Kinder waren?

In Borna stehen alle Schippen still. Das Gedenken an die Opfer I. Klasse (NS-Opfer) hat sich in Ermangelung noch lebender Zeitzeugen seinen Weg gebahnt - raus aus den Schulen. Jetzt kommen die Bürgersteige deutscher Städte dran. Stolpersteine sollen den Blick der Passanten nach unten richten. Die Verbeugung vor ehemaligen jüdischen Einwohnern ist das Ziel. Das Haupt bitte gesenkt halten und pflichtbewußt schämen, die richtigen Antworten abwarten und keine falschen Fragen stellen.
Menschenmassen werden mobilisiert, Geld wird gesammelt, Stolpersteine werden Kunst genannt und Kommunalpolitiker wissen diese Kunst zu schätzen. Wann lernen sie es endlich, auch das eigene Volk zu schätzen? Niemand würde auf die Idee kommen, Stolpersteine zu verbieten oder Wallfahrtsorte daraus zu machen.

Bei weiterhin stattfindender Verleugnung der Opfer II. Klasse (Opfer des Stalinismus u. a.), auch in Form von Rückgängigmachung eines Verwaltungsaktes durch entziehen der Baugenehmigung, kann man den Opfern von Vertreibung aus der alten Heimat und alliiertem Bombenholocaust auf deutsche Städte nur raten, auch weiterhin Rückgrat zu bewahren und endlich mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln über die eigenen Erlebnisse zu sprechen.
Ein Mahnmal ist nichts als kalter Stein. Sie selbst sind Ihr eigenes Mahnmal - ein Mahnmal aus Mut und Stolz, Trauer und Wut, Angst und Verzweiflung. Kein Mahnmal aus Stahl oder Stein kann Ihren Kindern und Enkeln erzählen, wie es damals wirklich war und ihren Sinn für Gerechtigkeit schärfen. Das kann nur ein warmes Herz.

Schweigen Sie nicht länger. Ihnen wurde Unrecht angetan und sie konnten sich nicht wehren. Erzählen Sie Ihrer Familie, was die "Befreiung" von Haus und Hof, Vater und Mutter, Bruder und Schwester, Heimat und Kindheit für Sie bedeutete. Befreien Sie sich von einer Schuld, die Ihnen eingeredet wurde. Sie werden aufmerksame Zuhörer finden und Ihnen wird die Ehre zuteil, die man den deutschen Opfern in Borna versagt.

D. Reichert


Quelle:npd.de!

Nordi 18
22.03.2007, 10:41
wieder typisch für diese Speichellecker: Opfer sind nicht gleich Opfer, bei sowas kann ich nur noch den Kopf schütteln.
Die Deutschen sollten am liebsten Tag für Tag sich ihrer bewusst werden, was sie doch für ein schlimmes Volk sind, während die Sieger noch lange nach dem Krieg weitergemordet haben, unzählige deutsche Landser nach dem WK in den Siegerhänden erbärmlich erfroren verhungert usw sind. Aber trauern darf man nicht, geschweige das aussprechen, was die Wahrheit ist. Am liebsten würden diese Systemkriecher unsere Meinung und Geedanken streichen, aber Gedanken lassen sich nicht verbieten- im Gegenteil sie werden immer lauter und dem System geht der A**** auf Grundeis, weil die Jugend diesen ewigen Schuldult nicht mehr mitmachen will. Man sollte lieber an deutschen Gräbern trauern und mit wachen Verstand versuchen, die Gegenwart zu verändern, damit die Zukunft wieder lebenswert ist...